Der Bundespolizei ist am Flughafen Frankfurt ein spektakulärer Fahndungserfolg gelungen: Ein mutmaßlicher Millionenbetrüger, der einer kriminellen Organisation angehören soll, wurde bei seiner Ankunft aus Dubai direkt am Flugzeug festgenommen.
Wie die Bundespolizei mitteilte, wurde der 29-jährige albanische Staatsangehörige am Samstag, den 4. Juli, gefasst. Gegen den Mann lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs des millionenschweren Betrugs vor. Den Ermittlungen zufolge gehört der Beschuldigte einer kriminellen Organisation an, die allein in Deutschland Menschen um Vermögensschäden in mindestens zweistelliger Millionenhöhe betrogen hat.
Die Masche der Betrüger: Die Organisation täuschte Investitionen in verschiedene Vermögenswerte vor – die hereingekommenen Gelder wurden jedoch nie tatsächlich angelegt, sondern einfach einbehalten. Die Fahnder der Bundespolizei hatten offenbar rechtzeitig von der Einreise des Mannes erfahren und ihn unmittelbar nach der Landung seines Fluges aus Dubai am Flugzeug abgefangen.
Der Tatverdächtige wurde bereits einem Haftrichter am Amtsgericht Frankfurt vorgeführt. Allein in Albanien drohen dem Mann nach Angaben der Polizei bis zu 15 Jahre Haft.
Am selben Wochenende nahm die Bundespolizei übrigens noch eine weitere Verdächtige fest: Eine 30-jährige Frau soll einem 80-jährigen Senior eine Liebesbeziehung vorgetäuscht und ihn dann um Bargeld und Wertgegenstände gebracht haben. Auch sie wurde einem Haftrichter vorgeführt – am Amtsgericht Koblenz – und sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.
Die Bundespolizei betonte: Die beiden Fälle zeigen einmal mehr, dass die Ermittlungsbehörden Betrügern auf der Spur bleiben – ganz gleich, mit welchen Maschen sie ihre Opfer ködern.